Von der traditionellen Flöte

Die ältesten Flöten sind ca. 35.000 Jahre alte Fundstücke aus der Steinzeit. Es gibt viele verschiedene Arten von Flöten. Die Materialien, aus denen sie gemacht werden, sind ebenso Vielfältig. Einfachste Flöten zur Imitation von Vögeln aus Knochen, Doppel- und Dreifachflöten aus Holz, 5-und 6-Loch-Flöten, und viele mehr.

Bei den Naturvölkern gab es keine geschriebene oder gelehrte Musik. Das Leben wurde immer einfach gehalten, es bestand keinen Anlass, es sich zu verkomplizieren. Die Menschen gaben traditionelle und spirituelle Lieder, sowie die Spieltechnik, mündlich weiter. Inspiration lieferte die Natur. Da es keine Notenblätter und damit auch keine Richtlinien gab, kam die Musik direkt aus dem Herzen und war auf ganz natürliche Art und Weise sehr gefühlsverbunden.

Dieses Instrument ist leicht zu spielen, auch für diejenigen unter uns, die keine Noten lesen können. Sie ist so entwickelt, dass die Noten zueinander harmonisch sind – in der westlichen Musiklehre nennt sich das „Pentatonik“. Das bedeutet, dass man beim Experimentieren mit dieser Flöte kaum Fehler machen kann. Dieses Instrument ist ein wirklich schönes, zum Improvisieren einladendes Geschenk, durch das man die Möglichkeit erhält, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. 

Wie man spielt

Es gibt eigentlich grundsätzlich nur diesen einen Punkt zu lernen: Das Schließen von allen Löchern. Es ist sehr wichtig das „richtige“ Schließen zu lernen, denn liegt ein Finger falsch auf, klingt das trotz aller Bemühungen einfach nur schräg. Indem du die Finger flach auflegst (nicht drücken – nur legen) und anfangs kontrollierst, ob auch alle Finger richtig liegen, ist es recht schnell und auch problemlos zu erlernen. Für die, die noch kein Blasinstrument gespielt haben: Stellt euch vor einen Spiegel, legt die Finger flach auf und spielt die Tonleiter langsam, in dem ihr von unten nach oben die Finger hebt.  Wichtig: Am Anfang immer das 3. Loch von oben geschlossen halten, denn es ist eine „Extranote“, die dissonant erklingt, wenn sie nicht richtig eingesetzt wird. Dieser Ton liegt nicht auf der pentatonischen Skala. Klingt eine Note irgendwie traurig, dann bläst du zu sanft. Erhöhe deinen Atem etwas. Die Töne sollen lebendig und sehr angenehm klingen – mit ein wenig Übung, ist das schon nach wenigen Minuten der Fall.

Techniken

Änderst du die Art deines Atems, ändert sich die Note. Den Luftstrom in irgendeiner Art zu verändern, wird einen speziellen Effekt erzeugen – jetzt fängt es an richtig Spaß zu machen! Indem man z.B. das Wort „du“ ohne Ton spricht, bringt man etwas Rhythmus in den Ton – langsam oder schneller, ganz wie es beliebt! Nimmst du einen Finger nur langsam von dem Loch, wird der Ton „verwischen“, was an Blues erinnert. Experimentieren ist nun angesagt!

 

Anfangs sollte man nicht zu lange spielen und auf gar keinen Fall unter Druck! Es muss in erster Linie Spaß machen – es gibt keine richtigen oder falschen Wege Musik zu machen. Alles, was wichtig ist, ist dass es dir gefällt. Werde kreativ und hab Spaß dabei!