Der Bison

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  • Durch Julia Tabea Lutz
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Der Bison

Kein Tier ist mehr mit den nordamerikanischen Ureinwohnern verbunden, als der Bison! Erfahre mehr über seine Bedeutung und was er uns zu lehren hat.

Sein Auftritt ist majestätisch, er wirkt unerschrocken und erhaben: Der nordamerikanische Bison. Bevor die europäischen Siedler nach Nordamerika kamen, gab es auf diesem Kontinent unzählige Herden, die durch die Prärie und durch die Wälder streiften.

 

Erst nach dem unerbittlichen Krieg der Einwanderer gegen die Ureinwohner, wurden die großen Herden exzessiv gejagt. Nicht, weil sie für das Überleben gebraucht wurden, sondern um die Lebensgrundlage der Ureinwohner zu entziehen. Es war (mal wieder) ein sinnloses Morden, das diese mächtigen Tiere nahezu ausrottete.

 

Dank der großen National Parks in den USA und vielen Ranches, die sich zwischenzeitlich auf Buffalos spezialisiert haben, hat sich der Bestand nun erholt.

 

 

Die Mythologie des Bisons

 

Bereits tausende von Jahren vor Christus jagten die Paläoindianer Bisons und folgten den großen Herden über die Bering-Landbrücke von Asien nach Amerika. Bisons waren für die Ureinwohner seit jeher die Grundlage ihres Lebens:

Wenn ein Bison auftauchte, war das Überleben der Familie gesichert. Diese mächtigen Tiere, die in großen Herden durch das Land streiften, versprachen Überfluss für die Menschen: Ihr Fleisch ernährte sie, das Fell schützte sie in der eisigen Jahreszeit und die Knochen waren die Grundlage für Werkzeuge. Es gibt kein Tier in der Prärie, das physisch und spirituell so kräftig und präsent wie der Bison ist.

 

In vielen indianischen Traditionen ist es der weiße Büffel, der von allen Tieren die größte Botschaft überbringt und als heiligstes Wesen angesehen wird. Wenn er erscheint, ist das ein sicheres Zeichen, dass die Gebete erhört wurden und eine neue Zeit voller Segen anbricht.

 

Bisonschädel wurden seitjeher in Zeremonien als heiliger Gegenstand benutzt, um den Geist des Buffalos einzuladen.

 

 

Die Symbolik des Bisons – Wir, als Teil des Ganzen

 

Bisons sind Herdentiere, die in kleineren Herden von bis zu 50 Tieren zusammenleben. Wurde die Nahrung in der Prärie knapp, schlossen sich oft mehrere Herden zusammen. So entstand mehrmals im Jahr eine große Wanderherde von tausenden Tieren, die auf der Suche nach neuen Weiden hunderte Kilometer über den Kontinent zogen.

 

Wurden Raubtiere auf die Herde aufmerksam, schlossen sich mehrere Tiere aus der Herde zusammen, um die Angriffe kraftvoll zu kontern und die Schwächeren zu schützen.

 

Der Bison erinnert uns daran, dass wir ein Teil des Ganzen sind und den Reichtum des Lebens schätzen sollten. Er ermahnt uns den wahren Lebenssinn und die wichtigen Werte nicht aus den Augen zu verlieren, selbst wenn sich unsere Lebenswege verändern.

 

Der Bison lehrt uns, füreinander da zu sein, auch wenn andere uns Kummer bereiten. In Harmonie mutig füreinander einzustehen, wenn Gefahr droht, ist die Stärke einer Herde und die Kraftquelle eines Einzelnen. Denn wir sind ein Teil des Ganzen, verbunden mit allen Lebewesen auf dem Planeten – unserer Herde!

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